Der Landesindex der Konsumentenpreise verharrte im August beim Stand von 99,0 Punkten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Das stabile Monatsergebnis ist das Resultat gegenläufiger Tendenzen. Während insbesondere die Mieten anstiegen (+0,6 Prozent), sanken die Preise für Spitalleistungen (-0,9 Prozent), Pauschalreisen (-1,0 Prozent) und Treibstoffe (Benzin: -1,2 Prozent).

Neben den Wohnungsmieten stiegen vor allem auch die Preise für die Nachrichtenübermittlung (+0,2 Prozent), für Restaurants und Hotels (+0,2 Prozent), für Kleider und Schuhe (+0,2 Prozent) und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,1 Prozent).

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Treibstoffe sind günstiger

Bei den Nahrungsmitteln bewirkten vor allem saisonale und wetterbedingte Preisschwankungen sowie das Ende zahlreicher Aktionen den Preisanstieg. Rückläufig dagegen waren die Preise für Getränke und Tabak (-0,5 Prozent), Freizeit und Kultur (-0,5 Prozent), Gesundheitspflege (-0,4 Prozent), Verkehr (-0,4 Prozent) sowie Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,4 Prozent).

Sinkende Preise für Benzin (-1,2 Prozent), Diesel (-1,3 Prozent), Fahrzeuge und Luftverkehr trugen dazu bei, dass insgesamt das Preisniveau für Importgüter um 0,4 Prozent sank. Inlandgüter dagegen verteuerten sich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Innert Jahresfrist legten die Preise der Inlandgüter um 0,4 Prozent zu, während diejenigen der Importgüter um 0,7 Prozent sanken.

EZB reagierte wegen Deflationsangst

Mit einem Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weist die Schweiz nur eine knapp positive Jahresteuerung auf. Um der Gefahr einer Deflation (anhaltend negative Teuerung) zu begegnen, hat die Europäische Zentralbank (EZB) in der letzten Woche die Leitzinsen auf 0,05 Prozent gesenkt und den Ankauf von Wertpapieren angekündigt.

 (sda/ise/moh)