Die Ökonomen der UBS sind für die Schweizer Wirtschaft etwas pessimistischer geworden. Sie haben entsprechend ihre Prognosen für das Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) im kommenden Jahr auf 0,8 von zuvor 1,3 Prozent zurückgenommen. Erstmals wagen sie auch eine Prognose bereits für 2013 und gehen dabei von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus. Unverändert bleibt die Prognose mit 2 Prozent für das laufende Jahr 2011.

Als Begründung für die wenig optimistische Einschätzung 2012 nennen die UBS-Ökonomen in einer Mitteilung von heute Morgen die anhaltenden fiskalischen Spannungen in der Eurozone, deren verzerrende Auswirkungen auf das Bankensystems in weiten Teilen Europa und nicht zuletzt die Konsequenzen der Entwicklung des Euro/Franken-Wechselkurses früher in diesem Jahr. All diese Faktoren dürften zu einem langsameren Wachstum gegen Ende dieses Jahres beziehungsweise früh im kommenden Jahr führen, heisst es.

BIP-Prognosen im Überblick20112012Publik. 
Staats. für Wirtschaft (SECO)+1,9+0,920.09. 
Schweiz. Nationalbank (SNB)+1,5 bis 2,0 15.09. 
Credit Suisse+1,9+2,006.09. 
UBS+2,0+0,831.10. 
KOF ETH+2,3+1,527.09. 
KOF Consensus+1,9+1,307.09. 
Bakbasel+1,9+0,806.09. 
Créa+0,7-0,428.10. 
Economiesuisse+2,1+1,709.06. 
Internationaler Währungsfonds (IWF)+2,1+1,412.05. 
OECD+2,7+2,525.05. 

Veränderung des realen BIP im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

(vst/kgh/awp)