Die Analysten der UBS gehen für den Euro-Franken-Wechselkurs über die nächsten sechs Monate von einer Seitwärtsbewegung um Parität aus, wie die Bank mitteilt. «Ein breit abgestütztes Wachstum in Europa dürfte die Attraktivität europäischer Anlagen erhöhen und die politischen Risiken reduzieren», heisst es. «Deshalb rechnen die UBS-Analysten für die nächsten zwölf Monate mit einem leichten Anstieg des Euro-Franken-Kurses, wobei die Mitte der Schwankungsbreite bei 1.05 liegen dürfte.»

Für den Dollar-Franken-Wechselkurs gehen die UBS-Analysten von einer volatilen Seitwärtsbewegung um 0.91 aus.

Zinspolitik unverändert erwartet

Gleichzeitig rechnen die Spezialisten damit, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) an den Negativzinsen festhalten wird, was die Attraktivität von Anlagen in Franken schmälert.

Die Phase der Negativ- respektive Tiefzinspolitik in der Schweiz und in Europa werde voraussichtlich noch länger andauern. Falls die Zentralbanken der USA und Englands im zweiten Halbjahr wie erwartet die Zügel bei der Zinspolitik wieder anziehen, dürften aber die langfristigen Staatsanleihen der Schweiz wieder positive Renditen bieten, heisst es weiter.

Anzeige

Aktuell bei 1.06

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Januar hat sich der Franken gegenüber dem Euro wieder leicht abgewertet. Am Morgen lag der Eurokurs zeitweise über 1.06.

(sda/tno/ama)