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Konjunktur

US-Wirtschaft unerwartet schwach

US-Wirtschaftswachstum kühlt sich überraschend stark ab. (Bild: Keystone)

Die amerikanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal überraschend schwach gewachsen. Das Wachstum blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück – entsprechend negativ reagierten die Börsen, der Dollar s

Veröffentlicht am 29.07.2011

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrössten Volkswirtschaft stieg von April bis Juni mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,3 Prozent, wie das Handelsministerium bekanntgab.

Analysten hatten für das zweite Quartal im Schnitt mit einem Anstieg von 1,8 Prozent gerechnet. Zudem revidierte das Handelsministerium das Wachstum aus dem ersten Quartal auf 0,4 Prozent nach unten. Ursprünglich war ein Plus von 1,9 Prozent gemeldet worden. Im vierten Quartal 2010 hatte die Konjunktur nur um 2,3 (bisher gemeldet: 3,1) Prozent zugelegt.

Die schwachen Zahlen haben an den internationalen Finanzmärkten für Abschläge gesorgt. Der Swiss Market Index (SMI) fiel von -1,7 Prozent kurz vor Bekanntgabe der Zahlen auf -2,5 Prozent und kam bei 5726 Punkten zu stehen. Das ist der tiefste Stand seit über zwei Jahren.

Der breite SPI fiel um 2,2 Prozent auf 5272 Punkte. Vor den Zahlen notierte er noch bei 5304 Punkten. Der Dollar litt in der Folge stark: Für einen Dollar wurden noch 0,7966 nach 0,8002 Franken bezahlt. Der Euro vergünstigte sich auf 1,1371 von 1,1409 Franken. Gleichzeitig zog der Goldpreis an und der Ölpreis fiel.

Derzeit verhindert vor allem der schwache Arbeitsmarkt ein stärkeres Wachstum. Zuletzt hatte die US-Notenbank betont, dass die Erholung zu Anfang des zweiten Halbjahres an Tempo verloren habe. Sollte sich die Konjunktur in den USA stärker abkühlen als erwartet, dürfte dies auch die globale Wirtschaft bremsen.

(cms/laf/sda)

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