«Ich hätte keine Untergrenze festgelegt», sage Grübel im Interview mit der Zeitung «Sonntag». Als kleines Land könne die Schweiz gegenüber dem Euro keinen Wechselkurs diktieren. «Das ist auf lange Sicht unmöglich. Trotzdem hoffe ich, dass der jetzt erreichte Effekt nachhaltig ist.» Die UBS sei besonders von der Frankenstärke betroffen, denn 80 Prozent der Einnahmen seien nicht in Franken.

Bei der Konkurrentin Credit Suisse (CS) hat die Franken-Aufwertung alleine im ersten Halbjahr rund 650 Millionen Franken des Gewinns weggefressen. Ein höherer Euro- und Dollarkurs ist darum erwünscht. «Ich halte den Entscheid der Nationalbank für richtig, eine Grenze bei 1.20 Franken zu ziehen», sagte Urs Rohner im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Der Franken sei massiv überbewertet gewesen. «Das ist für die Exportindustrie nachteilig, aber auch für die gesamte Schweizer Wirtschaft.» Die CS-Analysten rechnen damit, dass der Euro in drei Monaten auf 1.25 Franken und innert 12 Monaten auf 1.30 Franken steigen wird.

(laf/sda)