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Statistik
Zahl der Auswanderer so hoch wie zuletzt 1992

Open-Air-Konzern: Zuwanderung steigt nur gering. Keystone

Die Bevölkerung in der Schweiz hat 2015 um 1,1 Prozent zugelegt. Damit wohnten 8,33 Millionen Menschen hier. Auffällig: Im Vorjahr sind so viele Menschen ausgewandert wie zuletzt 1992.

Veröffentlicht am 26.08.2016

Die Bevölkerung der Schweiz ist 2015 um 1,1 Prozent gewachsen. Das ist weniger als in den beiden Vorjahren. Einen eigentlichen Run gab es auf den Schweizer Pass. Auch die Abwanderungen nahmen weiter zu.

Die Zahl der Einbürgerungen stieg letztes Jahr um fast ein Viertel. Insgesamt erhielten 40'700 Ausländerinnen und Ausländer die schweizerische Staatsbürgerschaft. Das zeigen die definitiven Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung 2015, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag veröffentlicht hat.

2015 stieg die Zuwanderung leicht

Die wichtigsten Eckdaten sind schon seit April bekannt. Ende 2015 wohnten 8,33 Millionen Menschen in der Schweiz, 89'500 mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber 2013 (1,3 Prozent) und 2014 (1,3 Prozent) schwächte sich die Zunahme leicht ab. Die ausländische Bevölkerung überschritt erstmals die 2-Millionen-Grenze.

Wichtigster Treiber für das Bevölkerungswachstum bleibt die Migration. 2015 wanderten 188'500 Personen ein, 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Weil gleichzeitig die Auswanderungen stärker zunahmen als die Einwanderungen, ging der Wanderungssaldo um 5,7 Prozent zurück.

Geburtenüberschuss von 19'000 Personen

Insgesamt kehrten rund 116'600 Personen (+5 Prozent) der Schweiz der Rücken. Das ist der höchste Stand seit dem Krisenjahr 1992. Gemäss den Angaben des BFS stammen die Migrantinnen und Migranten, die in die Schweiz kommen oder das Land verlassen, zumeist aus Italien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Spanien.

Zum Anstieg der ständigen Wohnbevölkerung trug auch der Geburtenüberschuss bei, also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen. 2015 belief sich diese auf 19'000 Personen. Damit unterschiedet sich die Schweiz von vielen Ländern der EU. Deutschland, Griechenland, Italien oder Portugal etwa verzeichnen mehr Todesfälle als Geburten.

(sda/me)
 

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