Die ehemalige Uno-Chefanklägerin und Ex-Bundesanwältin Carla Del Ponte muss in der Neuauflage des Prozesses gegen mutmassliche Zigarettenschmuggler als Zeugin auftreten. Sie habe eine entsprechende E-Mail aus Bern erhalten, sagte Del Ponte der «Handelszeitung».

Grund für dieses Aufgebot ist die Aussage eines der Angeklagten, Del Ponte habe ihm als damalige Tessiner Staatsanwältin wiederholt Carte blanche für seine Tätigkeit erteilt, da Zigarettenschmuggel damals nicht illegal gewesen sei in der Schweiz.

Der Mann gilt als Geldwechsler und Geldwäscher der Zigarettenschmuggler, die mutmasslich der italienischen Mafia angehören, aber am 8. Juli 2009 vom Bundesstrafgericht in Bellinzona mehrheitlich freigesprochen wurden.

Inzwischen hat das Bundesgericht in Lausanne die Freisprüche aufgehoben und zur Neubeurteilung ans Bundesstrafgericht zurückgewiesen. Laut der Sprecherin des Bundesstrafgerichts, Mascia Gregori Al-Barafi, beginnt die Neuauflage am 16. Januar 2012.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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