Neben den Ökonomen der CS haben nun auch diejenigen der ZKB ihre Prognosen für das Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) in der Schweiz im kommenden Jahr deutlich gesenkt. Sie schätzen für 2012 neu ein reales BIP-Wachstum von lediglich noch 0,2 Prozent, die alte Prognose ging von einem Plus von 1,0 Prozent aus.

In den ersten beiden Quartalen sei dabei mit negativen Quartalswachstumsraten zu rechnen, d.h. die Schweiz werde wohl eine kurze Rezession durchleben, heisst es im «Daily Market Opinion» (DMO) vom Donnerstag. Zwar sollten der private Konsum und die Bauinvestitionen auch im kommenden Jahr die hiesige Wirtschaft stützen, der Aussenbeitrag hingegen werde negativ ausfallen.

Die ZKB-Volkswirtschafter argumentieren dabei vor allem mit der schwächeren Konjunktur in Europa. Die europäische Schuldenkrise werde auch in den nächsten Monaten akut bleiben und dementsprechend die Finanzmärkte in Atem halten. Die sich verschärfende Stimmungseintrübung schlage sich dabei verstärkt in der Realwirtschaft nieder. Die BIP-Prognose für die Eurozone wird daher nach unten revidiert, wobei 2012 eine Rezession laut Einschätzung der Bank nicht zu vermeiden ist.

(rcv/laf/awp)

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