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Abstimmung
Schweizer Abzocker-Initiative macht Schule

Börse von Madrid: Auch in Spanien sollen Aktionäre verbindlich Boni bestimmen.   Keystone

Auch in Spanien sollen Aktionäre künftig über die Höhe von Managergehälter und Boni bestimmen. Die spanische Regierung hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt.

Veröffentlicht am 23.05.2014

Die spanische Regierung will Aktionären das letzte Wort über die Höhe von Managergehältern geben – ähnlich, wie es durch die Abzocker-Initiative auch in der Schweiz geregelt ist. Einem am Freitag vorgelegten Gesetzentwurf zufolge müssen in Zukunft die Anteilseigner mindestens alle drei Jahre sowohl Grundgehälter als auch Boni-Programme absegnen. Jede Veränderung der Vergütungspläne darf in der Zwischenzeit ebenfalls nur mit Unterstützung der Aktionäre beschlossen werden. Diese hatten zwar schon bislang ein Recht auf eine Abstimmung über die Spitzengehälter, aber das Votum war nicht bindend.

Im krisengeschüttelten Spanien haben hohe Managergehälter für eine ganze Reihe von Skandalen gesorgt. Viele Bürger sind erbost, weil viele der einfachen Angestellte zuletzt tiefe Einschnitte beim Gehalt hinnehmen mussten, um ihre Arbeit nicht zu verlieren.

Hohe Abfindungen sorgen für Proteste

Zudem ist etwa jeder Vierte arbeitslos. Grosszügige Abfindungen für Banker bergen in Spanien besonders grossen Zündstoff, weil das Land angesichts einer Reihe von Pleite-Fällen zur Sanierung der Finanzbranche internationale Milliarden-Hilfe beanspruchen musste.

(reuters/me/vst)

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