Die Vollzeitbeschäftigten in der Schweiz arbeiten heute fast 20 Minuten weniger als noch vor fünf Jahren. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS). Demnach lag die wöchentliche Arbeitszeit im Schnitt bei 41 Stunden und 16 Minuten. Als Gründe für den Rückgang seit 2008 gibt das BFS einen Anstieg der Absenzen und ein Weniger an Überstunden an.

Demnach fehlten Herr und Frau Schweizer im Schnitt wöchentlich zwölf Minuten länger am Arbeitsplatz als noch vor fünf Jahren. Insgesamt beläuft sich die durchschnittliche Fehlzeit in der Woche auf eine Stunde und 41 Minuten. Der Hauptgrund für Absenzen war in über drei von vier Fällen ein gesundheitlicher – also Krankheit oder Unfall.

Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass die Schweizerinnen und Schweizer mit einer Stunde und zwei Minuten 2013 auch acht Minuten weniger Überstunden als noch vor fünf Jahren machten. Die vertraglich festgelegte wöchentliche Arbeitszeit hat sich seit 2008 mit knapp 42 Stunden hingegen kaum verändert. Die Anzahl der Ferienwochen hingegen schon: Sie stieg von fünf auf 5,1 Wochen pro Jahr.

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Mehr Absenzen als Überstunden

Darüber hinaus lag die Quote der Überstunden bei den Vollzeitarbeitnehmenden mit 2,5 Prozent im Allgemeinen tiefer als jene der Absenzen (4,0 Prozent). Ausnahmen ergaben sich laut BFS in den Branchen «Kredit- und Versicherungsgewerbe», «Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen» und «Information und Kommunikation». Bei diesen war die Absenzenquote (3,9, 3,2 beziehungsweise 3,0 Prozent) tiefer als die Überstundenquote (4,4, 3,6 beziehungsweise 3,1 Prozent).

Gemäss den Ergebnissen des BFS wurden in der Schweiz im Jahr 2013 insgesamt 7,665 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Dies entspricht einer leichten Zunahme von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.