Die Banken in der Schweiz haben in der vergangenen Woche bei der Notenbank etwas mehr Geld geparkt als in der Vorwoche. Die sogenannten Giroguthaben der Banken bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beliefen sich in der Woche zum 29. Mai auf 380,536 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte. In der Woche davor hatten sie sich auf 380,102 Milliarden Franken belaufen.

Wichtig ist die Entwicklung der Giroguthaben, weil sie als Indiz dafür gilt, ob die SNB am Devisenmarkt interveniert, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen. Die Zentralbank kauft Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Girokonten gut.

Spekulationen über Intervention

Devisenhändler spekulierten immer wieder, die SNB habe Euro gekauft. Auch nach der Abkehr von dem mehr als drei Jahre geltenden Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken Mitte Januar wollen die Währungshüter eingreifen, falls wieder eine Geld-Welle auf die Schweiz zurollen sollte. In der Zwischenzeit sollen Strafzinsen Finanzanlagen in der Schweiz unattraktiv machen.

(reuters/dbe/ama)

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