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Anstieg
Schweizer BIP legt um 1,9 Prozent zu

Schweizer Uhren als wichtiges Exportgut: Aussenhandel mach die Hälfte des BIP-Wachstums aus. Keystone

Die Schweizer Wirtschaftsleistung ist 2014 gemäss Schätzungen leicht stärker gestiegen als noch im Vorjahr. Treiber des Wachstums war vor allem der Export. Zudem gab es eine Premiere.

Veröffentlicht am 27.08.2015

Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz ist 2014 gemäss ersten Schätzungen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung um 1,9 Prozent gestiegen. 2013 betrug das Plus 1,8 Prozent. Unter Berücksichtigung der Abschwächung des allgemeinen Preisniveaus legte das BIP zu laufenden Preisen um 1,2 Prozent zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Der Aussenhandel ist den Angaben zufolge für mehr als die Hälfte des BIP-Wachstums verantwortlich gewesen. Bei der inländischen Endnachfrage hingegen, die bis vor Kurzem der wichtigste Wachstumsmotor gewesen sei, waren laut BFS das zweite Jahr in Folge Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Die Investitionen verzeichneten hingegen einen markanten Anstieg, so das BFS.

BNE erstmals tiefer als BIP

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) zu laufenden Preisen ging 2014 nach zwei Jahren des Anstiegs um 1,3 Prozent zurück. Damit sei das BNE - abgesehen von 2008, dem Jahr der Finanzkrise - erstmals tiefer als das BIP gewesen. Das Statistikamt begründet dies mit einem negativen Saldo der Einkommensbilanz mit dem Ausland.

Das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) hatte Anfang März in einer ersten Schätzung die Wachstumsrate des Bruttoinlandprodukts zu konstanten Preisen in 2014 auf +2,0 Prozent veranschlagt.

(awp/dbe/me)

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