Die Schweizer Börse dürfte am Montag dank guter Vorgaben aus Asien an den Aufwärtstrend der Vorwoche anknüpfen. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,1 Prozent höher mit 7987 Zählern. Der SMI-Future rückte ebenfalls um 0,1 Prozent 7988 Punkte vor. In der Vorwoche war der Leitindex um rund 2,5 Prozent gestiegen.

Mit Erleichterung nahmen die Märkte in Asien auf, dass Chinas Wirtschaft dieses Jahr um 7,5 Prozent wachsen könnte. Der chinesische Finanzminister Lou habe in Washington erklärt, dass China zweifellos das diesjährige Wachstumsziel erreichen könne. Im zweiten Quartal verlangsamte sich das Wachstum zum zweiten mal in Folge. Das Bruttoinlandsprodukt legte 7,5 Prozent zu nach einem Plus von 7,7 Prozent im ersten Quartal.

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Händler rechnen wegen der anlaufenden Bilanzsaison mit einem verhaltenen Geschäft. Am Mittwoch legen der Pharmakonzern Novartis und der Inspektionskonzern SGS ihre Zahlen vor. In den USA berichten im Laufe der Woche die Banken Citigroup, Goldman Sachs, Bank of America und Morgan Stanley Ergebnisse. Zudem werden zahlreiche US-Konjunkturdaten veröffentlicht. Mitte der Woche dürfte die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer zudem auf US-Notenbankchef Ben Bernanke gerichtet sein, der am Mittwoch und Donnerstag vor dem US-Kongress spricht.

Roche soll dabei sein, sich die Finanzierung für die Übernahme von Alexion Pharmaceuticals zu sichern. Das sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Alexion ist an der Nasdaq mit rund 22 Milliarden Dollar bewertet. Roche und Alexion wollten sich nicht dazu äussern. Alexion ist auf Arzneimittel zur Behandlung von seltenen Krankheiten spezialisiert. Dazu zählt Soliris - es wird bei Blutkrankheiten eingesetzt.

Roches Medikament Erivedge hat in der EU die bedingte Zulassung zur Behandlung von Hautkrebs erhalten. Das Medikament darf bei Erwachsenen mit symptomatischem metastasierendem Basalzellkarzinom eingesetzt werden. Der Arzneimittelhersteller muss zusätzliche Daten aus einer derzeit Sicherheitsstudie einreichen.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble soll einem Magazinbericht zufolge einen Käufer für die restlichen Staatsanteile an der Commerzbank suchen und bei der Grossbank UBS ein mögliches Interesse sondiert haben. Schäuble habe mit dem früheren Bundesbank-Chef und UBS-Präsidenten Axel Weber gesprochen, berichtete das Magazin "Focus" ohne Quellenangabe.

Bei Swisslog bleiben neue Aufträge aus. Die Lagerlogistik-Firma rechnet 2013 nun mit bis zu fünf Prozent Umsatzrückgang und einer Betriebsgewinnmarge von 3,3 Prozent.

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(tke/reuters)