Die Schweizer Börse dürfte sich am Freitag seitwärts bewegen oder leicht nachgeben. «Die Luft ist ein bisschen raus», sagte ein Analyst. Die Anleger richteten ihren Blick auf die Syrien-Konferenz in Genf und die US-Notenbanksitzung in der kommenden Woche. «Daher ist Warten angesagt, vor allem nach der guten Entwicklung der letzten Tage.»

Der Leitindex SMI hat seit Montag gut ein Prozent an Wert gewonnen, angetrieben vor allem davon, dass ein US-Militärschlag gegen Syrien unwahrscheinlicher wurde und eine diplomatische Lösung denkbar ist. Das Land hat bei den Vereinten Nationen den Beitritt zur Chemiewaffen-Konvention eingeleitet. Die USA warnten Syrien vor einer Hinhaltetaktik. Dass der Antrag an die UN geschickt worden sei, sei kein Ersatz dafür, die Chemiewaffen zu zerstören, sagte die stellvertretende Sprecherin des US-Aussenministeriums.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI um 0,1 Prozent leichter mit 8024 Punkten. Der SMI-Future ermässigte sich ebenfalls um 0,1 Prozent auf 8022 Zähler.

Von Unternehmensseite sind kaum Impulse zu erwartet. Erst am 10. Oktober startet der Aromen- und Riechstoffkonzern Givaudan die Drittquartals-Berichtssaison. Für Impulse sorgen könnten die US-Wirtschaftsdaten am Nachmittag - veröffentlicht werden die Einzelhandelszahlen für August und das Barometer für das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für September.

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Ein Beraterausschuss der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA hat für das Roches Brustkrebsmedikament Perjeta eine breitere Anwendung vorgeschlagen. Das Medikament könne auch dafür eingesetzt werden, die Schrumpfung eines Tumors vor einer Operation herbeizuführen.

Auch nach dem Steuerstreit hält die Bank Vontobel die USA für einen attraktiven Private Banking-Markt für Schweizer Banken. «Die USA sind einfach zu gross, zu reich und zu wichtig», sagte Vontobel-Chef Staub bei einer Veranstaltung in London.

(reuters/chb)