Die Schweiz hat grosses ungenutztes Potenzial im Export von Dienstleistungen. Zu diesem Schluss kommt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nach der Auswertung von vier unabhängigen Studien.

Das grenzüberschreitende Angebot und die Nachfrage nach Dienstleistungen werde weiter steigen. Gemäss der Seco-Mitteilung vom Nachmittag verfügt die Schweiz über gute Voraussetzungen, um von diesem Wachstum profitieren zu können. Verschiedene Exportpotenziale lägen derzeit aber noch brach.

So hat eine der Studien ergeben, dass sich der Abschluss von internationalen Wirtschaftsabkommen signifikant auf den Dienstleistungshandel auswirkt. Folglich empfehlen die Forscher, mit möglichst vielen Ländern Doppelbesteuerungs-, Investitionsschutz- oder Freihandelsabkommen abzuschliessen. Mit bestehenden Partnerländern sollten die Verträge vervollständigt werden.

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Zwei weitere Studien zeigen auf, welche Dienstleistungsunternehmen die grössten Exportwachstumschancen besitzen. Eine von ihnen sieht Potenziale im Bereich der Lebensversicherungen, des Leasinggeschäfts und der grenznahen Spitäler. Die andere schlussfolgert, dass speziell innovationsstarke und personalintensive Unternehmen profitieren könnten.

Eine vierte Studie empfiehlt, Informationen über Marktzutrittsbarrieren gezielter zu sammeln. Diese könnten so effizienter gegenüber der EU und ihren Mitgliedstaaten geltend gemacht werden.

(laf/cms/sda)