1. Home
  2. Konjunktur
  3. Schweizer Exporte im Oktober auf Höchststand

Statistik
Schweizer Exporte im Oktober auf Höchststand

Labor
Labor: Entstehungsort Schweizer Exportschlager. Quelle: Keystone

Die Warenströme fliessen wieder. Schweizer Pillen, Pülverli und andere Produkte der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind gefragt.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Die Schweizer Exporte sind im Oktober 2018 auf einen neuen Höchststand geklettert. Mit einem hohen saisonbereinigten Plus von 6,0 Prozent (real +6,3%) wurde zudem die seit Juni dauernde leicht negative Entwicklung gedreht. Dagegen setzte sich die negative Tendenz bei den Importen mit -1,8 Prozent (real -3,6%) fort.

Bei Exporten von 18,9 Milliarden und Importen von 16,2 Milliarden Franken ergibt sich ein bereinigter Überschuss in der Handelsbilanz von 2,64 Milliarden Franken. Die Export-Zahl ist ein neuer monatlicher Rekordwert, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Starke Pharma

Die chemisch-pharmazeutischen Produkte trugen laut EZV anteilsmässig fast 90 Prozent zum gesamten Exportplus bei. Dabei wiesen alle drei Subgruppen der Sparte Pharma einen Anstieg zwischen 15 und 30 Prozent aus, wobei betragsmässig die Medikamentenexporte besonders ins Gewicht gefallen seien. Dem starken Oktoberergebnis seien allerdings drei deutlich negative Vormonate vorangegangen, hiess es.

Bezogen auf die drei Hauptmärkte waren Europa (+7,6%) und Asien (+3,0%) die Wachstumspfeiler, wogegen der Absatz in Nordamerika (-0,5%) insgesamt stagnierte.

Uhren wieder gefragt

Auch die Uhrenexporte nehmen wieder zu – nach dem Rückgang im September. Die Ausfuhren von hiesigen Zeitmessern nahmen im Berichtsmonat konkret um 7,2 Prozent auf 1,99 Milliarden Franken zu, wie der Verband der Uhrenindustrie (FH) am Dienstag mitteilte. Nach zehn Monaten liegen die Uhrenexporte mit 7,5 Prozent im Plus. 

Gut haben sich die Bestellungen von Schweizer Uhren in den drei grössten Absatzmärkten entwickelt. Die Exporte nach Hongkong (+10%), in die USA (+11%) und nach China (+24%) legten allesamt zweistellig zu. Erholt hat sich auch der Absatz in Europa, wo die Uhrenexporte nach Grossbritannien um 5,0 Prozent, nach Deutschland um 8,7 Prozent und nach Frankreich um knapp 12 Prozent wuchsen. Einen leichten Rückgang verzeichnete Japan, was der Verband mit der hohen Vorgabe aus dem Vorjahr begründete. 

Bei den Preissegmenten hätten sich derweil grosse Unterschiede ergeben, hiess es weiter. Während die Exporte günstigerer Uhren mit Exportpreisen von unter 200 Franken wertmässig um 7,4 Prozent zurückgefallen sind, legte vor allem der Export von Uhren zu Preisen von über 3000 Franken mit 12 Prozent stark zu.

(sda/ise/mlo)

Anzeige