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Aussenhandel
Schweizer Exporte sinken erstmals seit Februar

Schweizer Uhrenmanufaktur: Die Branche kämpft gegen eine Absatzflaute. Keystone

Die Zahl der exportierten Güter schrumpft zum ersten Mal seit Februar. Die Schweiz hat vor allem weniger Uhren und Schmuck ins Ausland verschifft.

Veröffentlicht am 22.11.2016

Die Ausfuhren der Schweiz sind im Oktober erstmals seit Februar rückläufig gewesen. Sie sanken um 1,1 Prozent. Die Uhrenexporte brachen ein, während die Medikamentenausfuhr stieg. Erstmals überstieg das Exportvolumen nach China 1 Milliarde Franken.

Insgesamt lieferten Schweizer Unternehmen Güter für 1,03 Milliarden Franken in die Volksrepublik im Fernen Osten. Das waren arbeitstagsbereinigt 202 Millionen Franken mehr als als im Oktober 2015, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Plus von 24,1 Prozent.

Minus im Jahresvergleich

Insgesamt sanken die Exporte indessen preisbereinigt um 6,1 Prozent. Sie beliefen sich auf 17,8 Milliarden Franken. Die Differenz bei den Arbeitstagen herausgerechnet, ergibt sich im Jahresvergleich ein Minus von 1,1 Prozent. Im Vergleich zum starken Septemberergebnis betrug der Rückgang real 4,7 und saisonbereinigt 4,6 Prozent. Der Trend zeigt gemäss EVZ aber weiterhin aufwärts.

Die Oktoberscharte vermochte die Pharmaindustrie mit einem Wachstum um 914 Millionen Franken fast auszuwetzen. Mit der Maschinen- und Elektroindustrie lag aber die zweitwichtigste Exportbranche im Minus. Die Exporte von Uhren, Schmuck und ähnlichem verzeichneten ein Minus von einer halben Milliarde Franken. Der Rückgang erfasste zwei Drittel der Waren.

Höhere Importe

Die Importe stiegen innert Jahresfrist um 6,7 Prozent und preisbereinigt um 3,7 Prozent. Gegenüber September resultierte ein saisonbereinigte Wachstum von 3,1 Prozent. Diese zweite Zunahme in sechs Monaten ergibt gemäss EZV einen flachen Trend.

Für das Plus waren vor allem Medikamente und Wirkstoffe, Kleider, Textilien und Schuhe verantwortlich. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,7 Milliarden Franken.

(sda/ise/gku)

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