Schweizer Unternehmen stehen bei der Personalsuche auf der Bremse. Das Stellenangebot in der Schweiz ist vom dritten zum vierten Quartal 2014 deutlich geschrumpft. Nur für Jobsuchende mit medizinischen Berufen oder im Gastgewerbe haben sich die Aussichten verbessert.

Für diese Berufsleute ist das Stellenangebot um 6 respektive um 3 Prozent gestiegen, wie der Stellenvermittler Adecco am Donnerstag mitteilte. Insgesamt hat sich jedoch gemäss dem Adecco Swiss Job Market Index die Zahl der angebotenen Stellen innerhalb eines Quartals um 10 Prozent reduziert.

Aussichten trüben sich ein

Dabei ist nur knapp die Hälfte des Rückgangs auf saisonale Effekte zurückzuführen. Nach einer längeren Phase mit einen guten Stellenangebot, hätten sich die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt leicht eingetrübt, schreibt Adecco.

Rückläufig war das Stellenangebot im letzten Quartal 2014 vor allem in den Bereichen Büro und Verwaltung mit minus 22 Prozent, Technik und Informatik mit minus16 Prozent und Industrie und Bau mit minus 15 Prozent).

Auch Zürich verzeichnet Minus

Betroffen von dieser Abkühlung am Arbeitsmarkt sind mit Ausnahme der Genferseeregion mit plus 3 Prozent sowie der Region Mittelland mit Zentrum Bern, wo es keine Veränderungen gab, alle Regionen. Besonders stark geschrumpft ist das Stellenangebot in der Ostschweiz mit minus 20 Prozent. Damit hat die Region den überdurchschnittlichen starken Zuwachs des Vorquartals wieder eingebüsst.

Auch die Region Nordwestschweiz mit minus14 Prozent und der Grossraum Zürich mit minus 12 Prozent verzeichnen einen deutlichen Rückgang. Von der negativen Entwicklung vergleichsweise wenig betroffen ist dagegen die Zentralschweiz (-6 Prozent).

(sda/dbe/ama)

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