Der Schweizer Industrie sind nach der Abkehr vom Euro-Mindestkurs und der darauffolgenden schockartigen Franken-Aufwertung die Aufträge weggebrochen. Der Auftragseingang ging im zweiten Quartal um 2,4 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Die Produktion sank gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent. In den ersten drei Monaten hatte das Minus bei den Aufträgen nach revidierten Zahlen 4,8 Prozent betragen.

Frankenstärke belastet

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte Mitte Januar die mehr als drei Jahre geltende Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken aufgegeben. Der starke Franken verteuert Exporte und belastet die Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Firmen im Ausland. Aktuell werden für die Gemeinschaftswährung 1,08 Franken bezahlt. 

(reuters/dbe/ama)

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