Die Schweizer Industrie und das Baugewerbe haben im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich weniger umgesetzt und produziert. In der Industrie ging die Produktion gemäss provisorischen Zahlen um 1,2 Prozent zurück, der Umsatz um 2,3 Prozent.

Am deutlichsten an Umsatz büssten Datenverarbeitungsgeräte und Uhren ein, wie aus der Produktions-, Auftrags- und Umsatzstatistik des sekundären Sektors hervorgeht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag veröffentlichte. Das Minus betrug 9,1 Prozent. Die Branche leidet unter schwindenden Exporten.

Pharmaindustrie im Plus

So schwächelt die Nachfrage im lange wichtigsten Exportmarkt Hongkong. Und wegen Terrorsorgen oder erschwerten Visa-Bestimmungen kommen weniger asiatische Touristen nach Europa.

Auch der Fahrzeugbau setzte 7,9 Prozent weniger um, die Herstellung von Textilien und Bekleidung 5,9 Prozent. Als einzige Branche verzeichnete die Pharmaindustrie ein Plus, es betrug 3,6 Prozent.

Gesamtumsatz gesunken

Das Baugewerbe produzierte und verkaufte 4,1 Prozent. Das Umsatzminus war vor allem beim Tiefbau mit 4,5 Prozent deutlich, im Hochbau sanken die Umsätze um 0,6 Prozent.

Die Produktion im gesamten sekundären Sektor nahm um 1,6 Prozent ab, der Umsatz um 2,6 Prozent. Im ersten Quartal war die Produktion noch zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren angestiegen, wobei damals die Vergleichsperiode aufgrund des Frankenschocks sehr schwach ausgefallen war.

(sda/jfr/ama)