Der UBS-Konsumindikator ist im Oktober 2015 gestiegen und zwar um 0,04 auf 1,60 Punkte, wobei der Vormonatswert um 0,09 Punkte nach unten revidiert wurde. Zum moderaten Anstieg hätten die etwas besseren Aussichten im Detailhandel sowie die leicht aufgehellte Konsumentenstimmung beigetragen, schreiben die Ökonomen der Grossbank in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Obwohl die Konsumenten eine Eintrübung der Arbeitsmarktlage erwarteten, habe die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung leicht überwogen. Gleichzeitig scheine sich der Geschäftsgang im Detailhandel zuletzt etwas verbessert zu haben. Der Umsatz legte laut Bundesamt für Statistik im September real und um Feiertage bereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent zu. Der von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ermittelte Indikator für den Geschäftsgang im Detailhandel befindet sich jedoch weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Einkaufstourismus belastet

Zwar sind die Importpreise infolge der Frankenstärke deutlich gesunken, ein Grossteil der Kosten fällt jedoch in heimischer Währung an. Zudem bereite dem Detailhandel der Einkaufstourismus Sorgen. Dieser verdränge - weil als Warenimport erfasst - einen Teil des hiesigen Privatkonsums, der über die Hälfte des Bruttoinlandproduktes der Schweiz ausmacht, heisst es.

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Der UBS-Konsumindikator zeigt laut UBS mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

(awp/dbe/ama)