Die Löhne in der Schweiz sind im vergangenen Jahr durchschnittlich um 0,8 Prozent gestiegen. Angesichts der Jahresteuerung von 0,7 Prozent blieb trotz Wirtschaftsbooms real nur 0,1 Prozent mehr.

Der Lohnanstieg um 0,8 Prozent sei die geringste Zunahme seit 1999, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mit. Es sei ein Bruch mit den beiden Vorjahren, in denen die Löhne um 2,0 respektive 2,1 Prozent aufgebessert worden waren.

Spätfolge der Finanzkrise

Das BFS bezeichnet dies als Spätfolge der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Vergleich dazu sei für 2010 im Rahmen der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) eine Effektivlohnerhöhung von 0,7 Prozent vereinbart worden.

Über die stärkste Lohnentwicklung in allen Wirtschaftszweigen dürfen sich die Banker freuen: Obwohl am Ursprung der Finanzkrise, erhielten sie in den vergangenen Jahren Lohnerhöhungen von durchschnittlich 2,5 Prozent (2007), 2,4 Prozent (2008), 1,8 Prozent (2009) und jetzt 1,5 Prozent (2010).

(laf/awp)

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