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Vorsorge
Schweizer Pensionskassen werfen mehr Rendite ab

Schweizer Pensionäre: Die Pensionkassen haben ein dickeres Polster. (Bild: Keystone)

Die positive Entwicklung der Finanzmärkte kam den Schweizer Pensionskassen zugute. Die Altersvorsorge ist gut gepolstert: Im vierten Quartal 2013 warfen sie eine Rendite von 2 Prozent ab.

Veröffentlicht am 20.01.2014

 Die anhaltend günstige Entwicklung an den Finanzmärkten kam auch im vierten Quartal des vergangenen Jahres den Schweizer Pensionskassen zugute. Indem die Planvermögen der Kassen angestiegen sind und gleichzeitig die Pensionskassenverpflichtungen sanken, verbesserte sich der vom Beratungsunternehmen Towers Watson berechnete hypothetische Deckungsgrad um rund vier Prozentpunkte.

Wie Towers Watson in der Mitteilung schreibt, stieg der Pension Index, der die Veränderungen des Verhältnisses von Vermögenswerten zu Leistungsverpflichtungen aufzeigt, per Ende Dezember auf 102,9 Prozent nach 99,1 Prozent Ende September.

Gute Marktbedingungen

Die Zahlen stammen aus dem vom Beratungsunternehmen vierteljährlich publizierten Bericht Towers Watson Pension Index. Sie zeigen die Entwicklung des Ausfinanzierungsgrades einer Kasse an, statt den sonst typischen Deckungsgrad der Pensionspläne, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

«Die Marktbedingungen haben sich seit dem letzten Quartal nochmals verbessert, sodass 2013 für die Unternehmensbilanzen insgesamt ein gutes Jahr war«, wird Peter Zanella, Leiter Retirement Solutions bei Towers Watson, in der Mitteilung zitiert. Im vierten Quartal seien auf den Vorsorgevermögen in der Schweiz positive Renditen von nahezu 2 Prozent erzielt worden, dagegen seien diese im zweiten Quartal mit -1,2 Prozent noch negativ ausgefallen. Die Jahresrendite lag am Ende gemäss dem «Pictet Index 2005 BVG-40+» mit 7,7 Prozent klar im positiven Bereich.

Bilanzen der Vorsorgeinstitute haben sich verbessert

Die Bilanzen der Vorsorgeinstitute hätten sich verbessert und nun biete sich die Gelegenheit, die guten Anlagerenditen effektiv zu realisieren, etwa mit Änderungen in der Anlagestrategie, heisst es. Towers Watson empfiehlt zum Beispiel eine Umschichtung von ertragsorientierten Anlagen wie Aktien in besser an den Verpflichtungen ausgerichteten Anlagen wie Anleihen. Denkbar wären sogar innovativere Risikominderungsoptionen, zum Beispiel Buy-outs von Pensionsverpflichtungen oder Langlebigkeits-Swaps.

Durch eine risikofreiere und näher an den Verpflichtungen ausgerichtete Anlagestrategie sei es möglich, die künftige Volatilität der Bilanz zu minimieren. Zudem könnten die im Jahresverlauf erzielten positiven Renditen gesichert werden und seien somit künftig nicht mehr durch allfällige Schwankungen am Aktienmarkt gefährdet.

(awp/me/sim)

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