Die Photovoltaik und Solarthermie in der Schweiz haben 2014 rückläufige Verkaufszahlen ausgewiesen. Das geht aus der jüngsten Markterhebung Sonnenenergie des Bundesamtes für Energie hervor.

Der Branchenverband Swissolar fordert von der Politik klare Signale für ein weiteres Marktwachstum bei der Solarenergie, wie es in einer Medienmitteilung am Donnerstag heisst.

Minus 8 Prozent

Die Verkaufszahlen in der Photovoltaik sanken gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 303 MW. Das entspreche einer installierten Fläche von rund 2,1 Millionen Quadratmeter. Die Verkäufe von verglasten Kollektoren sanken gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 113'000 Quadratmeter. Es wurden 8931 thermische Solaranlagen erstellt, gegenüber 12'101 im Vorjahr.

Die Anzahl der installierten Photovoltaikanlagen stieg 2014 auf 8181 von 7267 im Vorjahr. Das grösste Wachstum zeigt dabei das Segment Einfamilienhäuser mit +18 Prozent (VJ +13 Prozent). Rückgänge gab es hingegen bei Anlagen auf Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Dienstleistungsgebäuden. Als Grund verweist der Verband auf die Einmalförderung bei kleineren Anlagen. Grossanlagen hätten angesichts der noch laufenden Beratungen zur Energiestrategie zurzeit wenig Aussichten auf eine Vergütung im Rahmen der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV).

Schweiz international im Mittelfeld

Im Ländervergleich der pro Kopf installierten Photovoltaikleistung liege die Schweiz mit 134 Watt pro Einwohner auf Platz 14, betont Swissolar weiter. Führend sei Liechtenstein mit 481 Watt, gefolgt von Deutschland mit 473 Watt.

Bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 seien Photovoltaik und Solarwärme zentrale Bausteine, betont der Verband. Wichtig seien klare politische Signale von Bund und Kantonen. Dazu zählt Swissolar die Anhebung der KEV-Abgabe auf 2,3 Rappen/kWh, wie vom Nationalrat beschlossen, die Aufhebung der Obergrenze von 30 kW bei der Einmalvergütung oder die Umsetzung der Musterverordnung im Energiebereich (MuKEn 2014) in den Kantonen.

(awp/ise/ama)

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