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Analyse
Schweizer Uhrmacher nutzen die Gunst der Stunde

Die hiesige Uhrenindustrie erzielt seit einiger Zeit fast beispiellose Erfolge. Heute ist das Traditionsgewerbe die zweitwichtigste Exportbranche des Landes – die globale Nachfrage bricht nicht ab.

Von Mathias Ohanian
2013-10-03

Eine Erfolgsgeschichte sondergleichen: In den 1970er Jahren noch totgesagt, erlebt die Schweizer Uhrenindustrie heute einen fast beisspiellosen Wiederaufschwung. Das Traditionsgewerbe darbt schon lange nicht mehr nur als kleine Nischenindustrie. Im Gegenteil: Die Branche ist der zweitgrösste Exporteur der Schweiz – hinter dem Bereich Pharma und gleichauf mit den Maschinenbauern. Über 21 Milliarden Franken setzten die Uhrenbauer im vergangenen Jahr im Ausland um – ein Anteil von fast 11 Prozent aller Schweizer Ausfuhren.

Das sind einige Ergebnisse der heute veröffentlichen Branchenstudie der Ökonomen der Credit Suisse, die den Schweizer Uhrenmarkt unter die Lupe genommen haben. Und die Ergebnisse sind beeindruckend: Über die vergangene Dekade legten die Ausfuhren der Schweizer Uhrenbauer Jahr für Jahr um durchschnittlich 7,2 Prozent zu – und damit deutlich schneller als der Schnitt der gesamten Exportwirtschaft. Nach der Finanzkrise verzeichnet man von 2010 bis 2012 sogar zweistellige Wachstumsraten.

Dabei produzieren die Schweizer Uhrenmacher heute mit einer Exportquote von 95 Prozent vor allem für den ausländischen Markt – und sind damit entsprechend abhängig von der Nachfrage aus Übersee.