Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal weiterhin dynamisch entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum April bis Juni nach vorläufigen Berechnungen um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal erhöhte sich die Wirtschaftsleistung um 3,4 Prozent.

Der bedeutendste Wachstumsimpuls kam vom verarbeitenden Gewerbe, erklärten die Seco-Ökonomen. Die Exporte von Industrieerzeugnissen und Energie wuchsen deutlich. Vom internationalen Handelsdisput seien bislang kaum Auswirkungen zu spüren, wie es hiess. Im ersten Quartal hatten Lizenzeinnahmen und Fernsehgebühren für die Veranstalter der Olympischen Spiele und der Fussball-Weltmeisterschaft für einen Wachstumsschub gesorgt.

Volkswirte hatten für das zweite Quartal im Schnitt einen Anstieg von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorausgesagt. Im Jahr 2017 war das BIP nach revidierten Angaben um 1,6 Prozent gewachsen.

(reuters/me/mlo)