Die Wirtschaft in der Eurozone wächst deutlich langsamer als zu Jahresbeginn. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) legte in den 19 Ländern der Währungsgemeinschaft im zweiten Quartal nur noch um 0,3 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte.

Damit wurde eine vorläufige Schätzung vom August bestätigt. Von Januar bis März war der Zuwachs mit 0,5 Prozent noch weit grösser. Deutschland schaffte im Frühjahr mit 0,4 Prozent ein überdurchschnittliches Plus. In Italien stagnierte das BIP hingegen ebenso wie die Wirtschaftsleistung Frankreichs. In Spanien legte die Wirtschaft um 0,8 Prozent zu, in den Niederlanden immerhin um 0,6 Prozent. In der Schweiz ist das Bruttoinlandprodukt im zweiten Quartal ebenfalls um 0,6 Prozent gestiegen.

Brexit könnte Wachstum dämpfen

Die Konjunkturexperten der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Mitte des Jahres für 2016 ein Wachstum von 1,6 Prozent in der Euro-Zone veranschlagt. Vor dem Hintergrund des EU-Austrittsvotums der Briten vom 23. Juni befürchten jedoch viele Ökonomen, dass sich die Perspektiven eintrüben könnten. Am Donnerstag legt die EZB ihre aktualisierte Konjunktur-Projektionen vor.

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(sda/mbü/ama)