Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sieht die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft optimistisch und hat seine Prognosen nach oben korrigiert. Für 2014 rechnen die Ökonomen des Bundes mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,3 Prozent. Bei ihrer letzten Einschätzung im vergangenen Juni waren sie noch von 2,1 Prozent ausgegangen. «Im Zuge der sich festigenden Konjunktur dürfte auch bei der Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr allmählich eine Trendwende nach unten einsetzen», schrieben die Seco-Ökonomen. 

Noch stärker hob das Seco die Schätzung für das laufende Jahr an. «Dank der ungebrochen lebhaften Binnenkonjunktur dürfte die Schweizer Wirtschaft bereits 2013 ein ansprechendes Wachstum von 1,8 Prozent erreichen», heisst es in der aktuellen Prognose.  Bislang waren die Konjunkturexperten von einem Wachstum von 1,4 Prozent ausgegangen.

Seco - kein Prognostiker erwartet 2014 mehr Wachstum

Mit ihrem Wirtschaftsausblick setzen sich die Regierungsökonomen mit Blick aufs kommende Jahr an die Spitze der renommierten Schweizer Konjunkturprognostiker. So rechnen die Bankenvolkswirte von Credit Suisse und UBS mit einem Plus von 2,0 Prozent in 2014, ebenso die Zürcher Konjunkturforschungsstelle KOF. Ähnlich optimistisch wie das Seco ist derzeit noch Bakbasel mit einem erwarteten Plus von 2,2 Prozent. 

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Während das Wachstum 2013 laut Seco vor allem der ungebrochen lebhaften Binnenkonjunktur zu verdanken sein wird, rechnen die Experten für das kommende Jahr auch wieder mit kräftigen Impulsen von der Exportwirtschaft. Die Ausfuhren dürften 2014 um fast 5 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Das für dieses Jahr erwartete Plus liegt nur bei gut 1 Prozent. 

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich gegenüber der letzten Prognose ebenfalls aufgehellt: War das Seco im Juni noch von einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent sowohl für 2013 als auch für 2014 ausgegangen, erwartet es nun für beide Jahre eine leicht tiefere Quote von 3,2 Prozent. Auch die Preise dürften im kommenden Jahr nach einem Minus 2013 erstmals wieder leicht steigen: Die Inflation liegt demnach dann bei 0,3 Prozent. 

(Mit Material von sda)