Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) rechnet mit einer anziehenden Konjunktur, positiven Impulsen aus dem Aussenhandel und einer sinkenden Arbeitslosenquote. Dennoch ist das Seco etwas weniger optimistisch als noch im Dezember letzten Jahres.

Für das laufende Jahr wird neu mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,2 Prozent gerechnet. Im Dezember prognostizierte das Seco noch ein Wachstum von 2,3 Prozent. Das Bild ist aber nach wie vor positiv. Der Konjunkturaufschwung dürfte sich 2014 und 2015 weiter festigen, teilte das Seco am Dienstag mit.

Planungsunsicherheit für Schweizer Firmen

Das Seco sieht dabei die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative als mögliches Risiko für die schweizerische Wirtschaftsentwicklung. Die erhöhte Planungsunsicherheit könnte sich dämpfend auf die Investitionen von Firmen auswirken, schreibt das SECO.

So könnten etwa Investitionsvorhaben aufgeschoben werden, was die Konjunktur- und Beschäftigungsdynamik beeinträchtigen könnte. Allerdings gibt es dem SECO zufolge andere Faktoren, die einer solchen Investitionsschwäche entgegenwirken. So dürften die anziehende Weltkonjunktur, höhere Kapazitätsauslastungen und tiefe Zinsen Investitionen begünstigen.

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Die längerfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen der Initiative seien derzeit noch kaum abschätzbar, heisst es in der Medienmitteilung des Seco vom Dienstag. Diese würden stark von der konkreten Umsetzung der Initiative und der zukünftigen Beziehung der Schweiz mit der EU abhängen. 

Krim-Krise belastet

Als weitere Konjunkturrisiken sieht das Seco die nach wie vor wacklige wirtschaftliche Erholung im Euroraum und die in den letzten Monaten zutage getretene Verwundbarkeit vieler Schwellenländer gegenüber Kapitalabflüssen. Auch der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine stelle einen schwer abschätzbaren Risikofaktor dar, schreibt das Seco.

Grundsätzlich ist der Ausblick aber optimistisch: Für 2015 wird aber nach wie vor mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um hohe 2,7 Prozent gerechnet. Dazu dürften eine verbesserte Weltkonjunktur und daraus erwachsende positive Impulse aus dem Aussenhandel beitragen.

Für 2015 geht das Seco nach wie vor von einem Wachstum von 2,7 Prozent aus. Im vergangenen Jahr wuchs das BIP in der Schweiz um 2 Prozent. Das Seco bezeichnet dies als «solides» Wachstum.

Impulse aus dem Aussenhandel

 Es wird mit positiven Impulsen aus dem Aussenhandel gerechnet, der die robuste Binnennachfrage abrunden dürfte.

Mit dem beschleunigten Wachstum im laufenden und kommenden Jahr dürfte auch die Arbeitslosigkeit sinken. Die Arbeitslosenquote lag 2013 bei 3,2 Prozent. Für das laufende Jahr prognostiziert das Seco eine Quote von 3,1 Prozent. 2015 dürfte der Anteil der Arbeitslosen dem Seco zufolge gar auf 2,8 Prozent sinken.

(sda/me/sim)