1. Home
  2. Konjunktur
  3. Serbien geht die Puste aus

Bankrott
Serbien geht die Puste aus

Serbien: Wird so weitergeschäftet, schlägt nicht nur in der St. Marks Kirche in Belgrad der Blitz ein. (Bild: Keystone)

Serbien steht am Rande des Staatskollapses. Die wirtschaftliche Lage im Land ist katastrophal, sagt der stellvertretende Regierungschef Aleksandar Vucic.

Veröffentlicht am 11.10.2013

Die wirtschaftliche Lage in Serbien ist nach Darstellung der Regierung so katastrophal, dass ein Bankrott dieses Balkanstaates droht. «Unser Staat ist krank, unsere Regierung ist krank und die Behörden und Staatsbetriebe ebenso», klagte der stellvertretende Regierungschef Aleksandar Vucic in der Stadt Leskovac. «Wir haben nicht eine Gemeinde im Land, die gut arbeitet», sagte er weiter.

«Wir können in einem kranken System nicht die kranken Gewohnheiten und Manieren akzeptieren», begründete Vucic seine Bemühungen um tiefgreifende wirtschaftliche Reformen: «Denn wenn wir so weitermachen, werden wir das argentinische (Staatsbankrott-) Szenario bekommen.»

Vucic gilt als der politisch starke Mann in Serbien. Er hatte sich seit Monaten als Vorkämpfer gegen die überall beherrschende Korruption, die Reorganisation maroder Staatsbetriebe sowie einer Reform der überteuerten öffentlichen Verwaltung und Sozialsysteme einen Namen gemacht.

(awp/chb)

Anzeige