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Smartphone-Boom in China flacht ab

Chinesin in Peking: China ist der weltgrösste Markt für Smartphones. Keystone

Erstmals sind die Verkäufe von Smartphones in China geschrumpft. Damit wird der Wettbewerb auf dem weltgrössten Markt für Computer-Handys härter. Samsung und Apple kommen noch mehr unter Druck.

Veröffentlicht am 20.08.2015

Die Smartphone-Verkäufe in China sind im vergangenen Quartal laut Marktforschern erstmals im Jahresvergleich zurückgegangen. Mit rund 100 Millionen Computer-Handys seien vier Prozent weniger Geräte verkauft worden als im zweiten Quartal 2014, berichtete die Analysefirma Gartner am Donnerstag.

«China ist jetzt ein gesättigter Markt mit scharfem Wettbewerb zwischen einzelnen Anbietern, die einander Marktanteile wegnehmen müssen, um zu wachsen», sagte Gartner-Experte Anshul Gupta der Deutschen Presse-Agentur.

Samsung ist Marktleader

China ist der grösste Smartphone-Markt der Welt. Der Rückgang in dem Land bremste daher auch die weltweiten Verkäufe. Insgesamt wurden laut Gartner 330 Millionen Geräte abgesetzt, der Zuwachs von 13,5 Prozent ist der schwächste seit 2013.

Samsung ist nach wie vor der grösste Anbieter und verkaufte nach Gartner-Berechnungen gut 72 Millionen Smartphones. Der Marktanteil der Südkoreaner sei jedoch binnen eines Jahres von über 26 auf knapp 22 Prozent gesunken. Bei teuren Modellen machen Samsung Apples iPhones zu schaffen, im günstigen Segment werden chinesische Anbieter immer stärker.

Bei den Smartphone-Betriebssystemen liegt Googles Android nach einem leichten Rückgang bei gut 82 Prozent. Apple rückte von 12,2 auf 14,6 Prozent vor.

(awp/mbü/me)

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