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Entwicklung
Smog bremst Wachstum der chinesischen Industrie

Stahlwerk in Qianan im Norden der Provinz Hebei: Produktion durch Smog belastet. Keystone

In den ersten neun Monaten des Jahres verzeichnete die chinesische Industrie ein überraschend starkes Plus. Doch offenbar hat sich der Wind im Oktober überraschend deutlich gedreht.

Veröffentlicht am 31.10.2017

Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich überraschend kräftig abgekühlt. Ein schwächerer Immobilienmarkt und der verschärfte Kampf gegen die Luftverschmutzung führten dazu, dass viele Betriebe ihre Produktion drosselten.

Der amtliche Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober auf 51,6 Punkte von 52,4 Zählern im September und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten, wie aus den Daten vom Dienstag hervorgeht. Experten hatten nur mit einem Rückgang auf 52,0 Punkte gerechnet, nachdem es im Vormonat noch das stärkste Plus seit fünf Jahren gegeben hatte.

Überraschend starkes Plus in neun Monaten

Auch die Export-Aufträge fielen schwächer aus als erwartet. Allerdings bleibt das Barometer den 15. Monat in Folge über der 50-Punkte-Marke, ab der es Wachstum anzeigt.

Die chinesische Wirtschaft war in den ersten neun Monaten des Jahres mit 6,9 Prozent überraschend kräftig gewachsen. Sie profitierte dabei von staatlichen Infrastrukturprojekten, einem stabilen Immobilienmarkt, höheren Absatzpreisen und einem anziehenden Export. Der staatliche Kampf gegen den Winter-Smog schürt allerdings Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung zum Jahresende.

(sda/me/mbü)

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