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Bekenntnis
SNB-Chef Jordan: Mindestkurs bleibt zentral

Thomas Jordan bleibt dabei: Verteidigung des Mindestkurses um jeden Preis. Keystone

Für den Chef der schweizerischen Nationalbank bleibt die Verteidigung des Mindestkurses auch nach zwei Jahren «absolut zentral». Die Deflationsrisiken hätten in letzter Zeit zugenommen, so Jordan.

Veröffentlicht am 05.01.2015

Die vor mehr als drei Jahren festgesetzte Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken ist nach den Worten des Notenbankchefs Thomas Jordan weiterhin unverzichtbar. «Der Mindestkurs ist absolut zentral um eben adäquate, richtige monetäre Bedingungen für die Schweiz aufrechtzuerhalten».

«Die Deflationsrisiken, die haben deutlich zugenommen. Eine Aufwertung des Frankens würde zwangsläufig zu mehr negativer Inflation führen oder eben sogar zu Deflation», sagte Jordan in einem Interview des Schweizer Fernsehens SRF vom Montagabend.

Devisenkäufe und Negativzinsen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) könne weiterhin unbeschränkt Devisen kaufen, um den Mindestkurs zu verteidigen, erklärte Jordan weiter.

Die Mitte Dezember angekündigten Negativzinsen auf Einlagen von Banken bei der Zentralbank sollen das unterstützen. Der Euro wurde am Montag zu Kursen um 1,2015 Franken gehandelt.

(sda/gku)

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