Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Oktober um rund 9,5 Milliarden Franken gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag der Wert bei 550,9 Milliarden Franken, nachdem es Ende September noch (leicht revidierte) 541,4 Milliarden Franken gewesen waren.

Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte am Ende des Berichtsmonats 557,2 Milliarden nach 547,6 Milliarden Franken im Vormonat, wie die SNB am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Daten wurden gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt.

Beträchtlicher Anstieg

Die Währungsreserven sind damit im Oktober den vierten Monat in Folge gestiegen, wobei der Anstieg zumeist beträchtlich war. Im September waren es zwar nur 1,1 Milliarden, im August mit 9,2 Milliarden und im Juli mit 15,8 Milliarden war der Anstieg dagegen wie jetzt im Oktober relativ hoch. In den drei vorangegangenen Monaten Juni (-1,5 Milliarden), Mai (-4,7 Milliarden) und April (-0,5 Milliarden) war noch ein leichter Rückgang ausgewiesen worden. Sehr stark gewachsen waren die Devisenreserven auch Anfang Jahr, und zwar im Februar und März mit +11 Milliarden bzw. +13 Milliarden.

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Ob und wie stark die SNB im Oktober am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht abzulesen. Ein wichtiger Faktor sind zumeist auch die Wechselkursveränderungen. So hat sich die hiesige Währung etwa gegenüber dem Dollar im Oktober auf rund 0,99 von 0,98 Franken etwas abgeschwächt. Gegenüber dem Euro hat sie allerdings ganz leicht zugelegt auf knapp unter 1,09 von knapp über 1,09.

(awp/dbe/ama)