Nach dem Auf und Ab der vergangenen Monate sind die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im April erneut gestiegen. Unter anderem die Aufwertung des Euro gegenüber dem Franken dürfte die Währungsreserven um 11,1 Milliarden Franken auf 587,6 Milliarden Franken nach oben getrieben haben.

Im März hatten die Devisenreserven noch 576,5 Milliarden Franken betragen, wie die SNB am Freitag auf ihrer Internetseite bekannt gab. Der Euro zog im April von 1,0910 Franken auf 1,0990 Franken an, was den Gegenwert der Euro-Anlagen erhöht hat. Die Nationalbank hat über 40 Prozent ihrer Devisenreserven in der Gemeinschaftswährung angelegt.

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Rätseln über Interventionen

Der Dollar, in dem die SNB ein Drittel ihrer Devisenreserven angelegt hat, wertete sich indes kaum auf. Ob und wie stark die SNB am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht genau herauszulesen. Die Devisenreserven der SNB haben in den letzten Monaten ein Auf und Ab erlebt: Im März waren sie gestiegen, im Februar gesunken, im Januar gestiegen und im Dezember gesunken.

Insgesamt wächst aber der Devisenberg der SNB: Innert eines Jahres ist er um gut 65 Milliarden Franken höher geworden. Der Gesamtbestand der Reserven (ohne Gold) erreichte am Ende April 593,7 Milliarden Franken nach 582,6 Milliarden Franken im Vormonat. Die Daten sind gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt.

(sda/jfr/me)