Die Schweizer Banken haben bei der Notenbank letzte Woche erneut viel Geld parkiert. Die sogenannten Giroguthaben der Finanzinstitute bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stiegen im Durchschnitt der Woche zum 16. Januar um knapp 10,6 Milliarden Franken und beliefen sich auf 339,6 Milliarden Franken, wie die SNB mitteilte. Die gesamten Sichtguthaben bei der SNB stiegen gar um 13,3 Milliarden auf 402,0 Milliarden Franken.

Die Entwicklung der Giroguthaben bzw. Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob und wie stark die SNB im Devisenmarkt interveniert, um eine zu starke Franken-Aufwertung zu verhindern.

Heftige Interventionen am Devisenmarkt

Den Euro-Mindestkurs hat die Nationalbank am Donnerstag aufgehoben. In den Tagen davor dürfte die SNB gemäss den vorliegenden Daten aber stark interveniert haben, um den Mindestkurs zu halten. Darauf deutet auch der Wechselkursverlauf der Euro zum Franken hin, der sich in den Tagen vor der Aufhebung des Mindestkurses immer nur haarscharf über 1,20 Franken bewegt hatte.

(awp/sda/dbe/ama)

 

 

Das sind die Reaktionen auf den Franken-Schock

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Reaktionen auf den Franken-Schock: Ruag führt ab Oktober für 72 ihrer Mitarbeiter in Nyon Kurzarbeit ein. Im April und Juli hat der Rüstungs-und Technologiekonzern bei exportorientierten Bereichen die Arbeitszeit um drei Stunden auf 43 Stunden pro Woche erhöht. Grund war die Frankenstärke.

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