Im ersten Halbjahr schreibt die Schweizerische Nationalbank einen Gewinn von 21,3 Milliarden Franken. Er setzt sich hauptsächlich zusammen aus dem Erfolg auf Fremdwährungen von 13 Milliarden Franken und einer Wertsteigerung des Goldes von 7,6 Milliarden Franken.

Den Erfolg aus Fremdwährungen erklärt die SNB in ihrem am Freitag publizierten Zwischenbericht per 30. Juni 2016 im Wesentlichen mit einem Kursgewinn auf Zinspapieren und -instrumenten von 10,3 Milliarden Franken. Zudem schlugen Zinserträge von 4,1 Milliarden Franken zu Buche. Ein Verlust resultierte dagegen aus Beteiligungspapieren.

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Gewinn mit Gold

Auf dem Goldbestand, der mengenmässig unverändert geblieben ist, resultierte ein Gewinn von 7,6 Milliarden Franken. Ende Juni sei das Kilo Gold für 41'408 Franken gehandelt worden, heisst es in der Mitteilung.

Zudem geht aus dem Zwischenbericht hervor, dass die SNB mit Negativzinsen auf Girokontoguthaben der Geschäftsbanken 692 Millionen Franken eingenommen hat.

Höchster Gewinn im 2014

Diese Erfolgszahlen stehen im Vergleich zu einem Rekordverlust in der Vorjahresperiode von 50,1 Milliarden Franken. Damals resultierte ein Minus von 47,2 Milliarden Franken aus Fremdwährungspositionen. Diese waren durch Interventionen auf dem Devisenmarkt entstanden, nachdem die SNB am 15. Januar 2015 den Mindestkurs des Frankens gegenüber dem Euro aufgehoben hatte.

Den höchsten Gewinn, den die SNB in einem Geschäftsjahr erzielt hat, lag bei 38,3 Milliarden Franken und datiert von 2014. Die SNB weist jedoch darauf hin, dass ihr Ergebnis der Nationalbank von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

(awp/ise/me)