Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Mai 2012 stark angestiegen. Sie lagen per Ende Monat bei 303,8 Milliarden Franken nach leicht revidierten 237,6 Milliarden Ende April, der Zuwachs betrug damit gut 66 Milliarden. Ein grosser Teil des Anstiegs sei auf Devisenkäufe zur Durchsetzung des Mindestkurses des Frankens zum Euro zurückzuführen, so die offizielle Sprachregelung der SNB zu dem Thema. Genauere Details will man nicht bekannt geben.

Aufgrund der Verschärfung der Eurokrise in den letzten Wochen war am Markt zuletzt viel über Eingriffe der SNB zur Stützung des von ihr im letzten September aufgestellten Mindestkurses von 1,20 Franken pro Euro spekuliert worden. Im Markt war dabei von Interventionen im Mai in der Grössenordnung zwischen 20 und 100 Milliarden Franken die Rede.

Am vergangenen Wochenende hatten zudem verschiedene Exponenten der Schweizer Wirtschaft die Aufrechterhaltung des Mindestkurses kritisiert. Der ehemalige UBS-Chefs Oswald Grübel zum Beispiel schrieb in einer Kolumne, die SNB lade der Schweizer Wirtschaft mit dem Mindestkurs grosse Risiken auf.

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(laf)

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