Vor allem dank der Bewertung der Goldreserven verbucht die Schweizerische Nationalbank (SNB) für die ersten drei Monate 2016 einen Gewinn von 5,7 Milliarden Franken aus.

Der Gewinn des ersten Quartals setzt sich aus dem Bewertungsgewinn auf den Goldbestand von 4,1 Milliarden Franken und einem Gewinn auf Fremdwährungspositionen von 1,2 Milliarden Franken zusammen.

Edelmetall steigt

Beim Gold hat die SNB davon profitiert, dass die Preise für das Edelmetall im letzten Quartal gestiegen sind. Per Ende März 2016 wurde das Kilo Gold zu 38'091 Franken gehandelt, gegenüber 34'103 Franken Ende 2015. Aus dieser Preissteigerung resultierte der Gewinn bei einem mengenmässig unveränderten Bestand.

Bei den Fremdwährungspositionen führte die Aufwertung des Frankens zu wechselkursbedingten Verlusten von insgesamt 6,9 Milliarden Franken. Diesem Verlust standen jedoch Zins- und Dividendenerträge gegenüber. Zudem führte das tiefere Zinsniveau zu Kursgewinnen auf Zinsinstrumenten, sodass unter dem Strich ein Gewinn auf den Fremdwährungspositionen resultierte.

Kein Rückschluss aufs Gesamtjahr

Aus dem positiven Ergebnis für das erste Quartal will die SNB jedoch nicht auf das Gesamtjahr schliessen, da die Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte, von denen das Ergebnis der SNB abhänge, starken Schwankungen unterworfen seien, hiess es in der Mitteilung.

Noch vor einem Jahr hatte die SNB mit einem Rekordverlust von 30 Milliarden Franken den grössten Quartalsverlust ihrer Geschichte verbucht. Dies, weil die Währungshüter im Januar 2015 überraschend den Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro aufgegeben hatten. Das brachte der SNB massive Wechselkursverluste auf ihren riesigen Devisenbeständen ein.

(sda/chb/ama)

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