Hinsichtlich den Prognosen ist das Jahr 2015 zwar ein spezielles Jahr. Dies sagte SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg an der KOF-Prognosetagung vom Donnerstag. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Negativ-Zinsen hätten viele Voraussagen obsolet gemacht. Doch die Vorzeichen für die Schweizer Wirtschaft hätten sich nicht geändert.

Sowohl der starke Franken als auch die tiefen Zinsen sind für das SNB-Direktorium keine neuen Phänomene, sondern traditionelle Merkmale der Schweizer Wirtschaft, sagte Zurbrügg gemäss Redetext. Tiefe Zinsen wie auch die Wechselkursverhältnisse hätten sich in der Vergangenheit positiv auf den Wohlstand ausgewirkt.

Die Schweiz hat Erfahrung

Doch durch die Finanzkrise 2008 und durch die nur schwache Erholung der Weltwirtschaft seien beide Elemente in «sehr ausgeprägter Form vorhanden», sagte er weiter.

Doch die Schweiz sei sich schwierige Wechselkursbedingungen gewohnt und habe ihre Anpassungsfähigkeit immer wieder unter Beweis gestellt. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) sei im aktuellen Umfeld besonders gefordert. Sie trage der Situation Rechnung, indem sie bei Bedarf am Devisenmarkt eingreife, um den Franken zu schwächen.

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(sda/mbü)