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Olympia
Sotschi lässt die russische Wirtschaft kalt

Die Olympischen Ringe in Sotschi - der Umbau des Ortes war horrend teuer.   Keystone

Russland verdient nicht an den Winterspielen, kalkuliert die amerikanische Ratingagentur Moody's. Die Kosten für den Umbau der subtropischen Stadt Sotschi seien einfach zu hoch.

Veröffentlicht am 05.02.2014

Die russische Wirtschaft profitiert nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's nicht von den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Grund seien die hohen Kosten der Spiele, teilte Moody's am Mittwoch mit. Auch andere schlechte Nachrichten seien eine Belastung.

Für Russlands Präsident Wladimir Putin sind die Winterspiele im Schwarzmeer-Kurort Sotschi ein persönliches und politisches Prestigeprojekt. Die Kosten für den Umbau des subtropischen Badeortes Sotschi in ein modernes und glitzerndes Wintersportzentrum werden sich vermutlich auf 50 Milliarden Dollar belaufen.

Korruption und Umweltsünden

Die Winterspiele werden am Freitag eröffnet. Islamisten aus dem Nordkaukasus hatten mehrfach mit Anschlägen gedroht, um das Sportereignis zu stören. Menschenrechtler kritisieren Demokratiedefizite und die Unterdrückung von Minderheiten. Dazu kommen Berichte über Korruption und Umweltsünden. Russland hat derzeit mit einer schwachen Konjunktur zu kämpfen. Die Regierung schraubte daher ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre zurück. Ähnlich wie die Währungen von anderen Schwellenländern war auch der Rubel zuletzt unter Druck geraten. Auslöser ist die Straffung der US-Geldpolitik, die zu Kapitalflucht aus vielen aufstrebenden Volkswirtschaften geführt hat.

(reuters/me)

 

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