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Mahnfinger
S&P droht Russland mit Ramschniveau

Russlands Präsident Wladimir Putin: Die Wirtschaft des Landes schwächelt.   Keystone

Die Ratingagentur Standard & Poor's denkt über die Herabstufung von Russlands Bonität auf Ramschniveau nach. Einen solchen Schritt würde die Kreditaufnahme des Staates weiter verteuern.

Veröffentlicht am 23.12.2014

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) droht Russland mit der Herabstufung auf Ramschniveau. Die aktuelle Bonitätsnote «BBB-» sei unter Beobachtung («Credit Watch Negativ») gestellt worden, teilte S&P am Dienstag in London mit.

Voraussichtlich werde es Mitte Januar zu einer Entscheidung kommen. «BBB-» liegt eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Eine weitere Herabstufung dürfte die Kreditaufnahme des russischen Staates weiter verteuern.

Sinkende Ölpreise und Sanktionen belasten Russland

S&P wolle überprüfen, wie sich die abschwächende Wirtschaft auf das angeschlagene Finanzsystem auswirke. Zudem wolle man die geldpolitische Flexibilität Russland neu bewerten.

Die fallenden Ölpreise und die Sanktionen des Westens hatten zuletzt die russische Wirtschaft stark belastet. Der Rubel und die Aktienmärkte gerieten stark unter Druck. Die russische Notenbank versuchte durch eine deutliche Leitzinsanhebung den Rubel zu stabilisieren. Zuletzt entspannte sich die Lage an den Finanzmärkten etwas.

Zuletzt hatte S&P am 25. April 2014 Russland um eine Stufe herabgestuft. Die beiden anderen grossen Ratingagenturen Moody's und Fitch bewerten Russland jeweils um eine Note besser.

(sda/dbe)
 

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