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Entscheid
S&P senkt den Daumen über US-Grossbanken

Wells Fargo: Dies ist eines der Institute, welches heruntergestuft wurde. Keystone

Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft acht US-Grossbanken herunter. Die Institute haben laut S&P weniger Chancen auf Staatshilfe im Krisenfall – was ihrer Kreditwürdigkeit schadet.

Veröffentlicht am 03.12.2015

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat in einem Rundumschlag die Kreditwürdigkeit von acht US-Grossbanken um eine Stufe gesenkt. Grund sei die gesunkene Aussicht für die Institute, bei einer neuen Schieflage wieder auf Staatshilfe zählen zu können, teilte S&P in der Nacht zu Donnerstag in New York mit. Seit der Finanzkrise hat die Politik weltweit die Regeln für Banken mit dem Ziel verschärft, dass sie nicht mehr vom Steuerzahler gerettet werden müssen.

Das beste Rating unter den US-Grossbanken haben bei S&P mit «A» Wells Fargo, die Bank of New York Mellon und State Street. Eine Stufe niedriger steht Branchenprimus JPMorgan bei «A-». Noch einen Punkt tiefer eingestuft sind Citigroup , Bank of America , Goldman Sachs und Morgan Stanley mit «BBB+».

Rückstufung kommt nicht überraschend

S&P hatte schon vor einem Monat auf die Abwertung eingestimmt. Vor zwei Jahren hatte mit Moody's die andere grosse Ratingagentur mit gleicher Begründung die Kreditwürdigkeit vieler Grossbanken auf einmal abgewertet. Ein schlechteres Rating bedeutet oft, dass Unternehmen höhere Zinsen bei der Aufnahme von Krediten zahlen müssen.

(awp/mbü)

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