Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bonitätsnote Spaniens um eine Stufe angehoben. Sie liege nun bei BBB+ statt BBB, teilte S&P mit. Den Schuldtiteln des Staates wird damit zwar weiter eine mittlere Qualität bescheinigt. Sie entfernen sich aber noch weiter vom Ramschstatus, mit dem die Kreditkosten für Schuldner oft steigen. Den Ausblick bewertet S&P stabil.

Spanien erlebe eine breite wirtschaftliche Erholung. Zudem saniere die Regierung ihren Haushalt schrittweise. Die Bonitätswächter lobten zudem die Arbeitsmarktreformen, von denen die Wirtschaft profitiere. Sie werde bis 2017 im Schnitt um 2,7 Prozent jährlich wachsen.

Warnung vor Abspaltung Kataloniens

S&P warnte zugleich vor den Folgen einer Abspaltung Kataloniens. Die Bonität Spaniens würde in diesem Falle leiden, erklärte die US-Agentur. Die katalanischen Separatisten hatten am Sonntag bei der Regionalwahl die absolute Mehrheit im Parlament errungen.

Mit dem Ergebnis im Rücken wollen sie die autonome Region vom Mutterland abtrennen. Regierungschef Mariano Rajoy pocht dagegen auf die Einheit des Landes und verweist auf die Verfassung.

(sda/dbe)