Die Staatsschulden in Spanien haben erstmals die Schwelle von einer Billion Euro überschritten. Wie die Madrider Zentralbank mitteilte, stiegen die Verbindlichkeiten des Staates im Juni im Vergleich zum Vormonat um 30,3 Milliarden auf den Rekordbetrag von 1,007 Billionen Euro. Dies entspricht etwa 98,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Die spanische Regierung geht davon aus, dass der Schuldenberg bis zum Jahresende auf 99,5 Prozent des BIP steigen wird. Beim Amtsantritt von Ministerpräsident Mariano Rajoy im Dezember 2011 war der spanische Staat mit 737 Milliarden Euro verschuldet gewesen, was 70,4 Prozent des BIP entsprach. Seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Schuldenlast sich fast verdreifacht. 2007 hatten die Staatsschulden nur 36 Prozent des BIP ausgemacht.

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Spaniens Wirtschaft ist wieder auf Erholungskurs

Inzwischen hat sich die viertgrösste Wirtschaft in der Euro-Zone jedoch wieder gefangen: Im ersten Halbjahr 2014 wuchs das BIP deutlich. Nach 0,4 Prozent zu Jahresbeginn gab es nun ein Plus um 0,6 Prozent.

(awp/moh/chb)