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Spaniens Staatsschulden erreichen neue Höchststände

Madrid: Spaniens Staatsschuldenquote steigt. Und steigt. Und steigt. Keystone

Spanien spart. Trotzdem steigen die Staatsschulden auf ein Rekordhoch. Die Regierung erwartet sogar, dass die Quote weiter steigen wird.

Veröffentlicht am 17.02.2015

Spaniens Staatsschulden sind im vergangenen Jahr trotz der Sparpolitik der Regierung auf ein Rekordvolumen von 1,03 Billionen Euro gestiegen. Wie die Zentralbank am Dienstag mitteilte, ist dies im Vergleich zu Ende 2013 eine Steigerung um 7,0 Prozent.

Die Schulden des Staates entsprechen damit etwa 98,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP), 0,5 Prozentpunkte mehr als von der Regierung erwartet worden war. Der Wert ist der höchste in der jüngeren Geschichte des Landes. Der genaue Prozentsatz steht allerdings noch nicht fest, da das Statistikinstitut (INE) die Höhe des BIP für 2014 noch nicht endgültig ermittelt hat.

100-Prozent-Marke wird wohl überschritten

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy geht davon aus, dass die Staatsverschuldung trotz der Erholung der Wirtschaft in diesem Jahr die Marke von 100 Prozent des BIP überschreiten und 2016 auf 101,5 Prozent steigen wird. Erst für 2017 erwartet Madrid wieder einen Rückgang.

Der Schuldenberg des spanischen Staates hat sich seit Beginn der Wirtschaftskrise fast verdreifacht. 2007 hatten sich die Verbindlichkeiten der staatlichen Institutionen nur auf 36,3 Prozent des BIP belaufen.

(sda/ise/ama)

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