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Industrie
Spaniens Wachstum erleidet Dämpfer

Fahne Spaniens: Die Industrie des Landes schwächelte im August. Keystone

Das Wachstum in Spanien gehört zu den stärksten der Eurozone. Doch nun erleidet die Erholung einen empfindlichen Rückschlag: Die Industrieproduktion brach im August überraschen deutlich ein.

Veröffentlicht am 07.10.2015

Der Aufschwung in Spanien hat einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Im August gab es bei der Industrieproduktion den ersten Rückschlag im laufenden Jahr. Im Vergleich zum Vormonat sei die Fertigung um 1,4 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt INE mit.

Dies ist der erste Rückgang seit vergangenen November und der stärkste seit April 2013. Volkswirte hatten zwar mit einem Dämpfer gerechnet, aber nur einen Produktionsrückgang um 0,4 Prozent erwartet.

Starkes Wachstum

In den Monaten zuvor hatte Spaniens Industrie an Schwung gewonnen, das Wachstum zählte zu den stärksten in der Eurozone. Die Statistikbehörde revidierte den Produktionsanstieg im Vormonat Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent zum Vormonat nach oben.

Dagegen zeigte sich die enttäuschende Entwicklung der Industrieproduktion im August auch im Jahresvergleich. In dieser Abgrenzung meldete das Statistikamt einen bereinigten Produktionszuwachs um 2,7 Prozent, während Experten ein Plus von 4,7 Prozent erwartet hatten.

Bergbau- und Tabakindustrie schwächelt stark

Besonders stark traf es im August die Bergbau- und Tabakindustrie. Hier gab es laut Statistikbehörde jeweils Einbrüche im zweistelligen Prozentbereich.

Am Devisenmarkt fiel der Kurs des Euro nach Veröffentlichung der Daten auf ein Tagestief bei 1,1230 US-Dollar.

(awp/dbe)

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