Spekulationen auf ein nahendes Ende der ultralockeren US-Geldpolitik haben die türkische Lira auf ein Allzeittief zum Dollar gedrückt. Der Dollar kletterte am Mittwochabend auf den Rekordstand von 1,9740 Lira.

Da das Ende des billigen Zentralbankgeldes langsam näher rücken könnte, ziehen Investoren fast schon panikartig derzeit ihr Geld in der Türkei ab. Sie fürchten, dass die US-Notenbank Fed im September ihre Staatsanleihenkäufe drosseln und damit weniger Geld als bisher zur Stützung der Konjunktur in die Märkte pumpen könnte.

Das aus der Türkei abziehende Geld setzt die Lira unter Druck. Die türkische Notenbank hob im Kampf gegen den Kursverfall der Landeswährung im August den Leitzins bereits den zweiten Monat in Folge an.

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Die türkische Wirtschaft gilt wegen ihres hohen Leistungsbilanzdefizits als anfällig. Das Land ist auf ausländische Kapitalzuflüsse angewiesen, um das Defizit zu stoppen.

(chb/sda)