Brasiliens Regierung hat für das laufende Jahr Etatkürzungen in Höhe von rund 70 Milliarden Reais (20,8 Milliarden Euro) angekündigt. Einschnitte gibt es vor allem beim Konjunkturprogramm PAC, durch das auch wichtige Infrastrukturprojekte finanziert und beschleunigt werden.

Dies teilte Planungs- und Haushaltsminister Nelson Barbosa am Freitag in Brasília mit. Aber auch die Ministerien für Bildung sowie Gesundheit müssen Milliarden-Beträge einsparen. Durch die Budgetbremse soll das Ziel eines Haushaltsüberschusses von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erreicht werden.

Hohe Inflation und negatives Wachstum

Die siebtgrösste Volkswirtschaft steckt in der Wirtschaftskrise. Die Regierung erwartet laut Barbosa 2015 einen Bruttoinlandsprodukt-Rückgang von 1,2 Prozent und das bei einer Inflation von über 8 Prozent.

Um die öffentlichen Kassen zu füllen, erwägt die Regierung auch Abgabenerhöhungen. Am Freitag wurden eine Anhebung der Steuern auf Gewinne von Banken von 15 auf 20 Prozent verkündet.

(sda/gku)