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Standard & Poor's warnt Athen vor Vertragsbruch

Tsipras: Seine Partei liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nea Demokratia. Keystone

Gut eine Woche vor den vorgezogenen Parlamentswahlen warnt die US-Ratingagentur Standard & Poor's: Bricht die neue Regierung die Vereinbarungen mit Europa, droht die Senkung der Bonitätsnote.

Veröffentlicht am 12.09.2015

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Griechenland vor einer weiteren Herabstufung gewarnt, sollte die künftige Regierung die mit den internationalen Gläubigern vereinbarten Reformen nicht umsetzen.

S&P beliess am Freitag die Bonitätsbewertung bei «CCC+» mit stabilen Ausblick. Mit seiner derzeitigen Benotung bewegt sich das Euro-Schuldenland bereits tief im Ramschbereich.

Heisses Wahlrennen

Am 20. September finden in Griechenland vorgezogene Parlamentswahlen statt. Der jüngsten Umfrage zufolge hat die linke Syriza-Partei des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras Boden gutgemacht. Demnach kommt Syriza auf 28,5 Prozent und liegt damit klar vor Nea Demokratia (ND).

Die Konservativen erreichten 23,5 Prozent, berichtete die Zeitung «Efimerida ton Syndakton», die die Umfrage in Auftrag gegeben hat. Insgesamt haben beide Parteien seit Ende August in der Wählergunst zugelegt.

Januar-Werte unerreicht

Zuletzt hatten mehrere Umfragen für die Wahl am 20. September ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Syriza und ND vorausgesagt. Auch wenn Syriza zugelegt hat, ist Tsipras von der erhofften absoluten Mehrheit weit entfernt.

Bei der Wahl im Januar hatte Syriza noch mit dem Versprechen, den Sparkurs im hoch verschuldeten Griechenland zu beenden und die «Troika» der internationalen Geldgeber aus dem Land zu werfen, 36,3 Prozent errungen und die absolute Mehrheit knapp verfehlt. Die ND kam damals auf 27,8 Prozent.

(reuters/ise)

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